Begehbare Camera obscura

Das Auge unserer Camera bscura

Im Dachgeschoss des Gemeindehauses hat der Verein eine begehbare Camera obscura eingerichtet, die mit kleinen Besuchergruppen (max. 5 Personen) genutzt werden kann.

Der rote Pfeil weist auf das "Auge" unserer Camera obscura hin.

Peter Klodner erläutert Ursel Hartz die Camera obscura

Peter Klodner erläutert einer Besucherin aus Hamburg unsere Camera obscura.

Sie funktioniert nach dem Prinzip der Lochkamera:

Ein ebener Spiegel über der Dachhaut reflektiert das Licht durch eine Lochblende auf einen runden Projektionstisch.

Bei hellem Sonnenschein können die Besucher auf dem Tisch ein farbiges bewegtes Bild aus der Umgebung des Gemeindehauses sehen.

Camera-obscura-Aufnahme

Je kleiner die Öffnung in der Lochblende, desto schärfer, aber auch dunkler wird das Bild.

Umgekehrt erhält man bei größerer Öffnung ein helleres, aber unschärferes Bild.

Das ist ein Gesetz, welches selbst bei modernen Digitalkameras noch gilt.

 

Das Prinzip erkannte bereits Aristoteles im 4. Jahrhundert v. Chr. Er beschrieb zum ersten Mal die Erzeugung eines auf dem Kopf stehenden Bildes, wenn das Licht durch ein kleines Loch in einen dunklen Raum fällt.

Vom Ende des 13. Jahrhundert an wurde die Camera obscura von Astronomen zur Beobachtung von Sonnenfinsternissen und Sonnenflecken benutzt, um nicht mit bloßem Auge in das helle Licht der Sonne blicken zu müssen. Roger Bacon baute für Sonnenbeobachtungen die ersten Apparate in Form einer Camera obscura.

Berühmte Maler wie Canaletto und Jan Vermeer benutzten eine begehbare Camera obscura als Hilfe beim Zeichnen maßstabsgerechter detailreicher Stadtansichten.